Damit die Einsatzkräfte schnell und gezielt helfen können, beachten Sie die 4 W-Fragen:
Was ist passiert?
→ Zum Beispiel: Brand, Verkehrsunfall, Rauchentwicklung, technische Hilfeleistung.
Wo ist etwas passiert?
→ Genaue Adresse, Ort, Straße, Hausnummer oder möglichst genaue Ortsangabe.
Wie viele Personen sind betroffen oder verletzt?
→ Anzahl der betroffenen Personen und besondere Gefahren nennen.
Wer ruft an?
→ Name und Rückrufnummer bekannt geben.
Wichtig: Bleiben Sie ruhig und beantworten Sie die Fragen der Leitstelle. Legen Sie erst auf, wenn die Leitstelle das Gespräch beendet.
Notrufnummern in Österreich
122 – Feuerwehr
144 – Rettung
133 – Polizei
112 – Euro-Notruf
Sirenensignale informieren die Bevölkerung über besondere Gefahrenlagen.
WARNUNG – 3 Minuten Dauerton
Eine Gefahr nähert sich. Informieren Sie sich über Radio oder Fernsehen und beachten Sie die Anweisungen der Behörden.
ALARM – 1 Minute auf- und abschwellender Ton
Es besteht akute Gefahr. Suchen Sie schützende Räumlichkeiten auf und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.
ENTWARNUNG – 1 Minute Dauerton
Die Gefahr ist vorbei. Beachten Sie weiterhin die Informationen und Anweisungen der Behörden.
FEUERWEHREINSATZ – 3 × 15 Sekunden Dauerton
Dieses Signal dient der Alarmierung der Feuerwehr und ist keine Warnung der Bevölkerung.
Zivilschutz-Probealarm
Am ersten Samstag im Oktober findet österreichweit der jährliche Zivilschutz-Probealarm statt. Dabei werden die Sirenen auf ihre Funktion überprüft. Der Probealarm bedeutet keine drohende Gefahr.
Ein Feuerlöscher kann Entstehungsbrände schnell und wirksam bekämpfen. Wichtig ist, nur kleine Brände zu löschen und sich dabei nicht selbst in Gefahr zu bringen.
So gehen Sie vor:
1. Ruhe bewahren und Feuerwehr alarmieren
Bei einem Brand unverzüglich den Feuerwehr-Notruf 122 absetzen.
2. Feuerlöscher richtig vorbereiten
Sicherung bzw. Plombe entfernen und den Feuerlöscher aus der Halterung nehmen.
3. Abstand halten
Den Feuerlöscher in sicherem Abstand zum Brand einsetzen und den Löschstrahl auf die Glut bzw. den Brandherd richten.
4. Richtig löschen
Den Löschstrahl gezielt auf den Brandherd richten und den Löscher stoßweise einsetzen. Bei Flüssigkeitsbränden den Löschstrahl nicht direkt in die Flüssigkeit halten.
5. Fluchtweg freihalten
Stellen Sie sich so auf, dass Sie jederzeit den Gefahrenbereich verlassen können. Bei starker Rauchentwicklung, rascher Brandausbreitung oder Unsicherheit gilt: Löschversuch abbrechen, Gebäude verlassen und auf die Feuerwehr warten.
Wichtig:
Niemals sich selbst durch den Löschversuch gefährden.
Bei größeren Bränden nicht selbst eingreifen.
Nach Möglichkeit mehrere Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen.
Einen benutzten Feuerlöscher anschließend überprüfen bzw. wieder befüllen lassen.
Die Feuerwehr auch dann verständigen, wenn der Brand scheinbar bereits gelöscht ist.
Ein kleiner Küchenbrand kann sich innerhalb weniger Sekunden zu einem gefährlichen Feuer entwickeln. Besonders bei brennendem Fett oder Öl gilt: Niemals Wasser verwenden!
Was tun bei einem Fettbrand?
- Ruhe bewahren und Personen aus dem Gefahrenbereich bringen.
- Herd ausschalten, wenn dies gefahrlos möglich ist.
- Brennendes Fett mit einem passenden Deckel oder einer Löschdecke abdecken und dadurch die Flammen ersticken.
- Niemals Wasser auf brennendes Fett gießen! Das Wasser verdampft schlagartig und kann eine gefährliche Stichflamme verursachen.
- Wenn der Brand nicht sofort sicher gelöscht werden kann: Raum verlassen, Tür schließen und Feuerwehr über 122 alarmieren.
Wichtig: Einen Topf oder eine Pfanne mit brennendem Fett niemals herumtragen. Schon kleine Mengen Wasser können zu einer explosionsartigen Flammenausbreitung führen.
Brandrauch breitet sich schnell aus und kann besonders im Schlaf lebensgefährlich sein. Ein Rauchwarnmelder erkennt die Rauchentwicklung frühzeitig und warnt mit einem lauten Alarm.
Wo gehören Rauchwarnmelder hin?
In Österreich sollen sich Rauchwarnmelder in Schlaf-, Kinder- und Wohnzimmern sowie in Gängen, die als Fluchtwege dienen, befinden.
So werden sie richtig montiert:
- möglichst mittig an der Decke anbringen
- mindestens 50 cm Abstand zu Wänden, Ecken, Lampen, Balken und größeren Hindernissen
- nicht direkt bei Lüftungs- oder Klimaanlagen montieren
- bei Dachschrägen den Melder 50–100 cm unterhalb der Deckenspitze anbringen
- bei großen, verwinkelten oder durch Raumteiler unterteilten Räumen können mehrere Melder erforderlich sein.
Achten Sie beim Kauf auf geeignete, geprüfte Rauchwarnmelder und beachten Sie immer die Montageanleitung des Herstellers. Die Funktion sollte regelmäßig über die Prüftaste kontrolliert werden.
Wichtig: Rauchwarnmelder verhindern keinen Brand – sie sorgen dafür, dass ein Brand möglichst früh bemerkt wird. Im Ernstfall gilt: 122 wählen – in Sicherheit bringen!
Was ist im Notfall zu tun?
1. Unfallstelle absichern
Achten Sie zuerst auf die eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr.
2. Notruf absetzen – 144
Informieren Sie die Rettung und geben Sie möglichst genaue Informationen. Beenden Sie das Gespräch erst, wenn die Leitstelle keine weiteren Fragen mehr hat.
3. Bewusstsein und Atmung überprüfen
Sprechen Sie die betroffene Person an und prüfen Sie, ob sie normal atmet.
- Keine normale Atmung: Sofort mit der Wiederbelebung beginnen und einen Defibrillator (AED) einsetzen, wenn verfügbar.
- Normale Atmung, aber bewusstlos: Person in die stabile Seitenlage bringen und die Atmung regelmäßig kontrollieren.
4. Bei starken Blutungen helfen
Starke Blutungen möglichst rasch mit einem sauberen Tuch oder Verbandmaterial direkt und kräftig komprimieren. Die betroffene Person beruhigen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreuen.
5. Nicht allein lassen
Bleiben Sie nach Möglichkeit bei der betroffenen Person, beruhigen Sie sie und beobachten Sie ihren Zustand. Veränderungen sollten der Rettungsleitstelle mitgeteilt werden.
Wichtig:
Jede Hilfe ist besser als keine Hilfe. Auch wenn Sie unsicher sind, bleiben Sie bei der betroffenen Person und folgen Sie den Anweisungen der Rettungsleitstelle.
Tipp: Ein Erste-Hilfe-Kurs vermittelt die wichtigsten Handgriffe für Notfälle und gibt Sicherheit, wenn es darauf ankommt. Regelmäßige Auffrischungen helfen dabei, im Ernstfall richtig zu reagieren.
Wenn sich Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn nähern, zählt oft jede Sekunde. Richtiges Verhalten hilft, dass Einsatzfahrzeuge sicher und schnell ans Ziel kommen.
So verhalten Sie sich richtig:
- Ruhe bewahren und aufmerksam bleiben. Nicht abrupt bremsen oder unüberlegt ausweichen.
- Blinker setzen, um deutlich zu zeigen, wohin Sie ausweichen möchten.
- Platz schaffen und an den Fahrbahnrand fahren, sobald dies sicher möglich ist.
- Bei Stau oder stockendem Verkehr frühzeitig eine Rettungsgasse bilden und diese auch bei Stillstand freihalten.
- Nicht hinter einem Einsatzfahrzeug herfahren und nicht versuchen, sich an das Einsatzfahrzeug „anzuhängen“.
- Auch nach dem Vorbeifahren des ersten Einsatzfahrzeuges aufmerksam bleiben – es können weitere Fahrzeuge folgen.